Schiffe schauen

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Im November ’17 und im Februar ’18 gab’s erste Schiffsschautouren. Die Angebote hatten wir auf diversen Plattformen wie yachtall, boote, boote24 und ebay zusammengesucht und einige, die mit unseren Kriterien übereinstimmten besucht. Ganz schön schwierig, so eine Tour kreuz und quer durch (Nord-) Deutschland und Holland mit Besichtigungsterminen zu koordinieren.

In Deutschland haben wir fast nur Schiffe bei ihren Eignern besichtigt, die sich alle gut Zeit genommen haben, uns alles zu zeigen. Und doch – irgendwas passte immer nicht. Mal fehlte die Stehhöhe, mal waren die Tanks zu klein, mal fehlte die Isolierung, um es auch im Winter warm zu bekommen.

Besonders viel Spaß hat es gemacht, historische Schiffe zu sehen, von Leuten, die damit viele Jahre verbracht hatten und sie liebevoll gepflegt hatten. Aber was nützt das, wenn dann das Bett nur 1,80m lang ist, in einer umschlossenen Koje…

Ach ja, und die großen Makler, die ja auch auf den ersten Blick eine Menge Boote zu liegen haben – die waren so gar keine Hilfe. Sie machen sich nicht mal die Mühe, die Wünsche von Kaufinteressenten mit den Eigenschaften der gebotenen Schiffe abzugleichen und passende Schiffe vorzuschlagen. Leute, verkauft Eure Schiffe bloß selbst!!

In Holland war alles ziemlich anders: Hier lagen die angebotenen Schiffe meist in Verkaufshäfen von Maklern, die sich sehr bemühten. Auch schön, dass sie einem auf den Schiffen viel Zeit ließen, auch alleine, um sich alles in Ruhe anzuschauen.

Und, na klar, in Holland liegen auf überschaubarem Raum verkäufliche Schiffe in sehr großer Zahl. Beim nächsten Mal würde ich in Holland anfangen, um meine Vorstellung davon, was ich suche und was möglich ist, zu konkretisieren.

Dafür waren die meisten Schiffe dort aber ziemlich heruntergekommen und technisch schlechter ausgerüstet. Manche lagen wohl schon mehrere Jahre herum und rochen schon klamm, kaum dass man die Nase hinein steckte.

Besonders hatte uns ein ca. 100 Jahre altes Schiff angetan, das sehr gepflegt war, in dem eine Kabola-Heizung gemütlich bullerte, und das wunderschön eingerichtet war. Ja, hier hätten wir wohnen wollen. Bis ich dann bei einem zweiten Besuch in die Tiefen des Rumpfes vordrang. Das Schiff war von außen komplett aufgedoppelt worden. Am „alten“ Rumpf war jedoch offensichtlich nichts gemacht worden. Trockene Rostkrümel bedeckten weite Flächen des Motorraumes, fingerdick. Spanten waren teilweise ganz durchgerostet! Da hilft dann auch die Aufdoppelung nichts mehr, wenn die Spanten keine Stabilität mehr geben. Und wie mag es wohl zwischen den aufgedoppelten Platten und der ursprünglichen Rumpfaußenseite ausgesehen haben? Letztlich, wenn auch traurig: Finger weg! Danke an das Boote-Forum, in welchem ich reichlich Warnungen erhielt…

Wunschliste

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Irgendwann im Herbst 2017 wurde aus der Idee von der Auszeit auf einem Boot ein Plan. Und konkrete Vorstellungen davon, welche Kriterien unser Schiff erfüllen soll. Hier ein paar davon:

  • Schiff: Verdränger, nicht mehr als 5l/h Dieselverbrauch, tauglich für französische Kanäle (max. 3,30m Höhe, max. 1,20m Tiefgang), den Rhein (max. 15m Länge), aber auch für küstennahe Gewässer (stabile Fenster, ordentliches Freibord, umlaufende Reling. Guter Zustand, keine Baustelle. Mindestens ein Außendeck, das auch Platz genug zum Schlafen und Schönwetterwohnen bietet. Wasserzugang (möglichst Badeplattform).
  • Technik: robuster und allseitig zugänglicher Dieselmotor (gerne Saug-), möglichst mit Kielkühlung (Winterbetrieb), gerne zwei Maschinen (Redundanz), Innen- und Außensteuerung. Dieseltank mindestens 300l. Für die Navigation nebst den Basics (Kompass) UKW-Funk mit DSC, AIS-Empfang, gerne GPS-gesteuerter Plotter. Navigationsbeleuchtung für Binnen und See.
  • Räume: mindestens 3: Küche, Salon und Schlafraum. Platz für Gäste. Toilette und möglichst auch eine warme Dusche. Das ganze auf jeden Fall geräumig wirkend und mit einer Stehhöhe ab 1,90m aufwärts.
  • Ausstattung: Wintertaugliche Heizung (lieber Wasserheizung als Luftheizung) mit Warmwasserversorgung, als Wärmequelle sowohl Motorabwärme als auch Landstrom und Dieselheizung. Mindestens 300l Frischwassertank, mind. 100l Fäkalientank. Isolierte Wände, Dichtschließende Türen und genug Fenster, um im Salon ordentlich Licht und Blick zu haben. Gemütliche Einrichtung, eher warm als chick, eher Schiff als Appartement. In der Küche Kühlschrank, Herd, Backofen – ungern mit Gasanlage…
  • Preis: Zum Plan gehört natürlich auch, auszurechnen, was man sich leisten zu können hofft, wenn man kein Blackrock-Aufsichtsrat ist: Wohn- und reisefertig nicht mehr als 50.000 Euro.
  • Das Alter spielte dabei eine untergeordnete Rolle, wichtiger war uns ein Zustand, bei dem wir nicht erst mit Grundinstandsetzungen hätten anfangen müssen. In ein historisches Schiff hätten wir uns sehr gut verlieben können!

Mal sehen, was wir davon würden umsetzen können…

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Mit WordPress ist es ganz einfach… Naja – auf einen Versuch lasse ich es gerne mal ankommen und tue so, als hätte ich noch nichts von html, php, javascript usw. gehört.

Denn wenn das wirklich so einfach geht, lädt das bestimmt öfter ein, Euch auf dem Laufenden zu halten!

Willkommen also in unserem Reiseblog, der im ersten Jahr aber viel mehr ein Reisevorbereitungsblog sein wird.

(Ich habe erst im Dezember 2018 mit dem Blog begonnen, deshalb sind alle Beiträge „von“ 2017 und 2018 in Wirklichkeit erst nachträglich entstanden und der sinnvollen Reihenfolge wegen rückdatiert).