Warten auf Amsel – und dann: finales Yippiee

Der Morgen danach… hatte sich um Mitternacht schon durch eine kurze Phase knirschend-schabender Geräusche angekündigt:

Wir waren eigentlich überzeugt, beim Ankern alle Sorgfalt walten gelassen zu haben. Genug Abstand vom Flachwasser, auch für den Schwoibereich, Heckanker Richtung tieferes Wasser, um schwoien gen Flachwasser gänzlich zu verhindern, und natürlich bei als leicht steigend angekündigtem Pegel. Auch die GPS-Ankerwache war selbstverständlich eingeschaltet. Alles richtig gemacht?? Das Boot hatte denn auch 5 Stunden wie ein Stein am gleichen Ort gelegen, so dass wir entspannt schlafen gegangen waren.

Und doch war der Anker auf einmal, um Null Uhr, einige Meter gerutscht. Und wir lagen nun mit voller Breitseite gegen eine Sandbank, auf der anderen Seite drückte die Elbströmung quer gegen das Boot. Die Versuche, uns mit eigener Kraft dort fortzuschaffen, sind vollends gescheitert. Auch das ja für Donnerstag angekündigte steigende Wasser war nun eher eine Gefahr, als dass es Hilfe versprochen hätte: Die Strömung hätte uns immer weiter quer auf die Sandbank gehoben, und bei dem am nächsten Tag schon wieder sinkenden Pegel hätten wir dann auf der Sandbank gethront, vielleicht bis zum Herbst!

Die Rettung zeigte sich auf http://www.marinetraffic.com: Von Schönebeck war die „Amsel“ unterwegs in Richtung Barby, ein Schubschiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes. Über einen hilfreichen, hier nicht namentlich zu nennenden Umweg bekamen wir die Handynummer von Olaf, dem Schiffsführer, der sich dann noch das Ok von seiner Chefin hat holen lassen. Drei Stunden später war er an seinem Zielhafen Barby vorbei noch bis zu uns hoch gekommen, mit einem Baggerponton vornedran. Seine Leute haben uns ein Tau zugeworfen, ein kurzer Zug, und wir waren wieder frei. Danke, Olaf und WSA!

Beeindruckend, wie fein sich so ein schwerfällig aussehendes Ding in den Wirbeln der Strömung dirigieren lässt, wenn man es kann!

Leider gibt es zwischen Barby und Magdeburg-Rothensee keine Möglichkeit, bei niedrigem Wasser anzulegen. So blieb uns, wenn wir nicht ein weiteres Mal Ankern wollten, nur übrig, es doch bis über den Domfelsen zu riskieren, auch wenn der Wasserberg aus Dresden es erst bis Torgau geschafft hatte. Die Saale hatte aber über Nacht die Elbe bei uns um immerhin 5cm angehoben, und damit war der Pegel Strombrücke wieder auf 77cm. Damit müsste es nach den Ergebnissen unserer Messfahrt mit der Cascade am Samstag möglich sein, über die flachste Stelle unterhalb der Fähre Westerhüsen hinwegzukommen.

Es blieb also spannend… Dort sind wir tatsächlich einmal über Sand geschlurrt, wir hatten uns eigentlich treiben lassen, mussten aber zwecks Kurskorrektur einmal kurz einkoppeln, und schon schaufelte der Propeller Sand statt Wasser… Die Flachstrecke dort ist nur ca. 50m lang, und wir waren schnell drüber hinweg.

Der Domfelsen selbst ist zwar mit seinen Stromschnellen, in denen man das Boot nur noch in der richtigen Richtung halten kann, aber keine Möglichkeit hat, zu bremsen oder kurzfristig auszuweichen, immer wieder Grund zu Nervosität, aber auch schnell vorüber – man erreicht bei niedrigster Drehzahl 15 km/h!

Die Niedrigwasserschleuse in den Rothenseer Verbindungskanal hat uns dann zügig aller Wassertiefensorgen enthoben, und auch die Schleuse Rothensee hat uns sofort abgeholt (was für einzelne Sportboote angesichts der ungeheuren Wassermengen, die zu bewegen sind, um große Schiffe um ca. 16m hoch zu heben, nicht selbstverständlich ist), und so hatten wir am Abend endlich, endlich unser Ziel erreicht!!!

Schleusenluxus: Die in der linken Wand eingelassenen Schwimmpoller ersparen einem das ständige Umlegen der Taue von Festpoller zu Festpoller:

Und so genossen wir den ersten Abend auf dem Mittellandkanal, gleich auf dem – wegen seiner grandiosen Aussicht wunderschönen – Sportbootliegeplatz gleich oberhalb der Schleuseneinfahrt:


Wir sind am Ziel – die Reise kann beginnen!


Yippiee!

Gleich geht’s los!

Erst mal in die Elbe.

Dort heißt es dann, vor Anker oder, wenn’s noch klappt, in Schönebeck das
Loch abwarten, das seit vorgestern aus Dresden herabkommt und heute Nacht vor der Saale ankommen wird.

Macht aber nichts, denn dahinter kommt mittlerweile auch wieder ein mächtiger Berg herab, der am Donnerstag bei uns sein wird. Pegel Schöna: +45cm in einem Tag. Da haben die Tschechen wohl wieder aufgemacht, das kann nicht nur der Regen sein, der den deutschen Teil ja bisher gar nicht wahrnehmbar beeinflusst hat. Vielleicht wollen sie ein paar Binnenschiffe auf dem Berg herunterschicken.

In der Gewissheit des Pegels haben wir uns dann gleich bei Barby entschieden, auf der Elbe zu ankern. Schön war’s dort:

Ankern inmitten der Elbe

Warten auf Wasser… Messfahrt

gestern haben sind wir zur „Messfahrt“ mit dem 80cm tiefgehenden Schiff „Cascade“ auf Heimfahrt nach Braunschweig mitgefahren – Danke, Ralf.
Erkenntnisse:
Wir hätten die ganzen letzten Wochen fahren können!!

  • Auf der Saale bei Pegel Calbe UP 328cm allerorts 140cm Tiefe. Vor km 12,6 einmal über einen Stein (?) gerumpelt, da liegt irgendwas im Wasser, das deutlich höher ist als die offizielle Fahrrinnentiefe!
  • Auf der Elbe bei Pegel MD Strombrücke 77cm ohne Probleme allerorts mindestens 140cm Tiefe.
  • Fahrrinnenverlauf auf der Saale: Anders als von allen gesagt ist die tiefste Rinne fast durchgängig in der Mitte, nicht in den Außenkurven. Das wird auf den Navionics-Boating-App-Karten richtig dargestellt. Nur bei km 1,2 braucht es die Außenkurve. Die Navionics-Tiefenlinien stimmen zu ca. 80%. Wo kriegen die die nur so genau her?
  • Fahrrinnenverlauf auf der Elbe: Die Seitenwechsel sind naturgemäß am flachsten, nur dort gab es kurze Strecken mit weniger als 150cm Tiefe. Die Navionics-Tiefenlinien sind sehr genau und stimmen zu fast 100%.

So haben wir uns gestern noch sehr auf Dienstag gefreut, nach dem Regen sollte dann wirklich alles sicher klappen.

Heute morgen schauen wir mit Schrecken auf die Elbepegel, die Elbe befindet sich bei Dresden und mittlerweile in Torgau im steilen Sinkflug. Fast 20cm in eineinhalb Tagen gegenüber dem recht stabilen Stand der letzten Wochen. Sieht so aus, dass Tschechien kein Wasser mehr über die Staustufen lässt.

Die Elbe plötzlich im Sturzflug.

Wenn das Loch morgen hier ankommt, habe ich Zweifel, ob der Regen das noch auffängt. Zumal die Vorhersagen für heute seit heute morgen schon wieder zurückgenommen werden… Am Ende gibt’s selbst morgen dann wieder nur ein paar lurze Nieselschauer, wie alle letzten Wochen.

Dann wären unsere Erkenntnisse und der eventuelle Saaleregel wieder um zwei Tage zu spät gekommen, bzw. das Hahn-Zudrehen in Tschechien zwei Tage zu früh.

So ein auf und ab der Gefühle. Langsam zehrt es arg an den Nerven.

Warten auf Wasser…

Ganz hinten in der Bildmitte erkennt das geübte Auge auch die Elodie III

Am 5.5. um 0.00 Uhr hätte es gepasst – da ist der Pegel unter Calbe auf 345cm hochgeschnellt! …und war nach zwei Stunden wieder unten. Am Morgen war alles wie immer.

Das war also das Ergebnis der für das Wochenende angekündigten starken Regenfälle, von denen am Ende wie schon in den Wochen zuvor nur ein paar kleine Schauer übrig waren.

Inzwischen haben wir bei der Talsperre Hohenwarthe nachgefragt, ob die noch Pläne haben, mal Wasser abzulassen, aber nein, von da wird erst im August etwas kommen, für Bauarbeiten im September, für die sie einen niedrigeren Pegel brauchen.

Wir haben den – tatsächlich privaten – Besitzer des Wasserkraftwerkes Calbe angerufen, der wohnt in Bayern. Der würde uns durchaus eine Welle spendieren, braucht aber die Genehmigung des WSA Magdeburg. Um die bemühen wir uns nun, der gestrige Mitarbeiter war aber nicht zuversichtlich, dass das schnell ginge, heute hatten wir einen anderen am Telefon, der meinte, sowas geht eigentlich schon in 24-48 Stunden. Er versprach, sich für uns zu bemühen.

„Schnell“ brauchen wir, denn wer weiß, wie lange die Elbe noch hält…

Wir haben auch unseren genauen aktuellen Tiefgang noch nachgemessen, er beträgt etwas unter 1,15m bei den aktuellen Tankfüllungen. Wir könnten also die Elbe noch bei Pegel 80cm in MD Strombrücke befahren, hier und da über Sand schlurrend. Und bräuchten für die Saale Pegel Calbe UP 3,40m. Da unser Boot eine sehr robuste Hacke (die untere Halterung des Ruderblattes, somit der tiefste Punkt) hat, würden wir uns mittlerweile sogar trauen, ohne Handbreit zu fahren – bzw. uns an den flachsten Stellen treiben zu lassen. Nützt aber niX, alle Anläufe der Saale nach oben enden bei 3,30m.

Für das nächste Wochenende sind wieder mal kräftige Regenfälle angekündigt. Wie schon so oft zuvor. Hoffen wir also erneut…

Schulze Kran aus Könnern würde uns für maximal 400€ herausheben, auf der Fischer-Werft die für die Kainutzung 150,-€ berechnet, der Hafen Ringel würde uns für 280,- wieder hineinkranen. Fahren würde Jörg Malow für 2100,-€. So kennen wir die Kosten für den Landtransport jetzt recht genau, wie schon bisher erahnt um die 3000€. Viel Geld für eine ungeplante Ausgabe, wenig Geld im Vergleich zu Ausgaben und Zeitaufwand, die wir in das Boot gesteckt haben, um damit unterwegs zu sein… Allerdings schreckt uns auch die Vorstellung, das halbe Boot wieder ausräumen und diverse Aufbauten wieder abbauen zu müssen!

Wenn nicht für jedes Wochenende erneut kräftiger Regen angekündigt würde, wäre das dennoch schon bestellt. So aber bewegen wir uns im Wochenrythmus und im täglichen Schwankungsrythmus der Saale von Hoffnung zu Enttäuschung.

Immerhin – hier ist es schön, und unsere Situation durchaus genießbar. Üben wir uns also weiter in Geduld…

Warten auf Wasser…

So sieht warten aus… Wir haben das Boot, wie geplant, nach Calbe verlegt, gleich oberhalb der Schleuse. Hier durften wir an einem privaten Steg, direkt am Garten, anlegen. Danke, Ingo!

Der Motor hat nun 15 Betriebsstunden hinter sich, und das Öl ist immer noch honiggelb. Wir sind voll Stolz und Freude über die geglückte, hürdenreiche Reparatur.

In Brandenburg hätten wir auch ein Ziel, das wir Corona-Regel-Conform anlaufen könnten, um dort auf weitere Lockerungen zu hoffen.

Ja, nun könnten wir los. Stattdessen warten wir immer noch auf Wasser, aber die Chancen schwinden. Jeder im Wetterbericht für die Saalezuläufe versprochene Regen wird, je näher er rückt, um so weniger. Am Ende bleibt ein kleiner Nieselschauer von wenigen Minuten. Der ist der Saale ganz egal… In ganz Deutschland lässt Regen die Pegel steigen, nur nicht an der Saale und Elbe. Magdeburg Strombrücke hat nur noch 77cm, wir brauchen 90cm. Calbe UP hat nur noch um die 330cm, wir brauchen 350.

Sowohl nach den Erfahrungen der letzten beiden Jahre als auch nach den Aussagen der Leute vor Ort wird sich das bis zum Herbst nicht mehr wesentlich nach oben verändern. Unser Aufbruch wird uns nicht gerade leicht gemacht…

Wir verbringen unsere Tage auf angenehmste Weise und freuen uns des Lebens an Bord, unternehmen Radtouren, baden in Saale und Elbe, erledigen viele noch verbliebene Kleinigkeiten am Boot, und bereiten uns leckere Mahlzeiten. Jeden morgen 15min. auf dem Rudertrainer halten Rücken und anderes fit. Insgesamt treiben wir hier mehr und häufiger Sport als in den letzten Jahren im AntoniQ – wer hätte das gedacht. Unsere Bordküche unter Leitung von Maria ist großartig, wir haben noch an keinem Tag etwas gegessen, das nicht besonders lecker geschmeckt hätte…

Vom Boot aus sieht Calbe richtig nett aus. Leider nur vom Boot aus, ansonsten ist der Ort in erschreckendem Maße vom Wegzug, Leerständen und Verfall gezeichnet. Immerhin gibt es einen weitläufigen, sehr schönen, teils wilden, teils gepflegten Park in den Saaleauen.

Wie auch immer: Wir wollen los!!

Wenn die bis Dienstag noch angekündigten Regen auch keine Verbesserung bringen, werden wir den Schwertransport beauftragen. Auskranen bei der Fischer Werft, Transport nach Werder/Havel und dort mit dem eigenen Hafenkran wieder ins Wasser – das ist die Variante, die sich als die günstigste erwiesen hat. Und trotzdem über 3000 ungeplante Euros vom Konto holen wird…

Eine erste Nacht ohne Hafen

Nach mehreren Wochen Unklarheit darüber, was man auf dem Wasser in Sachsen-Anhalt darf und was nicht, hat die WSP inzwischen klargestellt: Ja, man darf Motorboot fahren. Und auch am Boot sein – nur eben nicht als Tourist, aber das Boot ist ja unsere Wohnung. So sind wir also seit einigen Tagen wieder auf unserem Boot. Die WSP ist schon einige Male vorbei gefahren und hat uns freundlich zugewunken.

Den Auspuff vom Generator haben wir nun umkonstruiert, er hat nun einen eigenen seitlichen Ausgang, schön mit Wassersammler und Schwanenhals, damit uns keine Welle in den Auspuff schwappen kann. So können wir ausschließen, das Seekühlwasser aus dem Generatorauspuff in die Hauptmaschine zurückschwappt – auch das könnte eine Ursache für das Wasser im Öl gewesen sein, neben der wahrscheinlicheren Ursache der undichten Zylinderkopfdichtung.

Und wir haben nun auch unsere ersten drei Probefahrstunden hinter uns. Und das Öl: Sieht immer noch aus wie frisches Öl. Es scheint, dass wir unser Ziel erreicht haben! Sicher behaupten würde ich das erst nach zehn Fahrstunden, aber wir sind mittlerweile sehr optimistisch. Welche Erleichterung!

Die Saale macht merkwürdige Sachen… Auf und ab, mehrmals täglich. Worauf soll man sich da verlassen?? Immerhin, der mittlere Trend ist nicht mehr abwärtsgerichtet. Wir brauchen für unsere 1,25m Tauchtiefe einen Pegel von 3,50, dazu 10cm, die sprichwörtliche Handbreit Wasser unter dem Kiel. In den letzten Tagen hätten wir also täglich gegen 11:00 aus der Saale ausfahren können.

Am Ostermontag sollte es ein ganz ordentlich regnen. Wir hatten darum beschlossen, Montag nachmittag die Saale abwärts zu fahren, z.B. bis Bernburg, um dort „auf der Lauer“ zu liegen für den vielleicht für dieses Jahr letzten kleinen Flutberg… Die Elbe am Domfelsen spielt im Moment noch mit.

Zwar sind auch in Brandenburg, wohin uns der Elbe-Havel-Kanal hätte führen soll, die touristischen Einrichtungen, auch die Bootshäfen, noch geschlossen – wir hätten also ankern oder öffentliche Liegestellen aufsuchen müssen. Aber wir sind nun mal auf diesekleiner werdenden Zeitfenster des Saalepegels angewiesen, sonst können wir unsere schwimmende Wohnung nicht mehr nach Brandenburg überführen. Und wo sonst kann man die Abstandsregeln besser einhalten als auf dem Wasser…

So verbrachten wir heute als „letzten Test“ für unser ganzes technisches Konzept eine erste Nacht ohne Steg, etwas oberhalb von Wettin, vor Anker.

Es ist wunderschön hier, genau wie wir uns das für die nächsten Monate ausgemalt haben – allerdings noch mit dem „sicheren Hafen“ im Rücken, genauer gesagt, ein paar km flussabwärts. Am Nachmittag benutzen wir auch zum ersten Mal unsere im Winter montierte Badeleiter und tauchen ganz kurz mal in die Saale ein. Sie hat knapp 14°. Juhu – „angebadet“! Um wieder warm zu werden, gibt’s danach noch ein Eis in der Sonne.

Wir genießen den Abend und die Abendsonne, stellen noch einen Haken für den Ankerball her, und essen leckere geräucherte Forellen, die uns ein Wettiner Nachbar heute zu Ostern vorbeigebracht hat. Danke, Fred!

Am Ankerlicht zeigt sich noch ein leicht zu behebender Wackelkontakt. Zur Nacht wird am AIS-Transceiver der im Falle des Falles deutlich hörbare Ankeralarm eingeschaltet.

Gute Nacht!

Am nächsten morgen, um 7, statt wie angekündigt, um 9 Uhr dann der versprochene Regen.

Der um 7:30 schon wieder vorbei ist und nur aus ein wenig Niesel bestand.

Damit ist unser Plan wieder im Eimer, wir legen wieder in Wettin an, fast schon gefühltes „zu Hause“. Der Wetterbericht zeigt keinerlei Aussicht auf Regen in den nächsten Tagen, alle Pegel auch der Zuläufe in die Saale fallen von Tag zu Tag. Kein Wasser mehr in der Saale schon vor Mitte April – das gab’s noch nie. Ein Telefonat mit der Leitstelle in Bernburg macht uns keine Hoffnung – sie haben ihr 90cm tief gehendes Arbeitsboot schon abgezogen, weil sie nicht mehr mit steigendem Pegel rechnen. Es müsse schon zwei Tage durchregnen, damit sich da noch mal was tut. „Da seid Ihr eine Woche zu spät“, ist der mitleidige Kommentar des Schleusenwärters.

So haben wir nun auch, bei aller Schönheit unserer gegenwärtigen Situation, unseren Corona-Schaden. Wir schicken eine Anfrage an eine Spedition für größere Boote… Wenn bis Mitte Mai kein Regen mehr kommt, bleibt uns nur noch diese Wahl, oder wir dürfen bis November auf den 100km Saale auf und ab fahren. Dafür war Elodie III ein bisschen teuer…

Immerhin verschafft uns Armin noch einen Liegeplatz in Calbe, direkt oberhalb der letzten Schleuse. Falls doch noch mal Wasser kommt, können wir dann immerhin sofort reagieren und in die Elbe ausfahren. Wieder mal danke, Armin!

vom mühsamen Sieg über einen rostigen Bolzen

Bevor uns Corona in die Pause schickte, haben wir die größte Herausforderung noch meistern können: Wir haben den Zylinderkopf herunterbekommen. 3 Tage lang haben wir gekämpft, den einen Stehbolzen, dessen Schaft sich mittels Rost mit der Bohrung im Zylinderkopf „verschweißt“ hatte, zu besiegen. Immer und immer wieder mittels Induktionsheizgerät zur Gluthitze gebracht, mit Rostlöse-Eisspray ruckartig abgekühlt, den Kopf in der Umgebung des Bolzens mittels Heißluftfön auf ca. 90° erhitzt, den Bolzen wieder schlagartig abgekühlt, mit dem Bohrhammer mit stumpfem Meißel seitlich auf eine auf den Bolzen gedrehte Mutter eingeschlagen.

So sieht ein Induktionsheizgerät aus, dass uns Armin geliehen hat, das er selbst von der örtlichen Autowerkstatt geliehen hat. Genial, so ein Gerät: Die Spirale vorn wird über den Bolhzen gehalten, und nach wenigen Sekunden ist der rotglühend!!

Mittels einer durchgesägten Mutter, deren zwei Hälften wir als Konterung gegeneinander gedreht hatten, versucht, den Bolzen selbst zu drehen – alle anderen Bolzen gaben bei dieser Behandlung ein oder zwei Grad nach, der eine nicht. Den Rostlöser ein paar Stunden einwirken lassen und die nächste Runde. Insgesamt wohl 20 oder 30 mal. Immer wieder probieren, ob sich etwas bewegt, mittels eines in der Nähe des Bolzens unter eine Kante des Kopfes geklemmten Wagenhebers. Die anderen Bereiche des Kopfes konnten wir ca. 1/2mm hochdrücken.

Aber bei dem festen Bolzen gar nichts. Ermutigungen und Geduldsaufforderungen im Boote-Forum und von unserem Bootsservice in Gestalt von Armin.

Am vierten Tag, fast genau um 12:00 Uhr, wieder mal den Wagenheber angesetzt und geschaut, und auf einmal sehe ich Licht von Gegenüber. Ich konnte unter dem Kopf „durchschauen“. Das konnte nur eines bedeuten: Er muss ich minimal gehoben haben.

Nun von oben einen Kettenzug an der anderen Seite angesetzt, der oben an einen Balken gehängt war, welcher quer über unser Dachluke lag, und an beiden Seiten des Kopfes möglichst gleichmäßig gedrückt und gezogen. Und das lang ersehnte und kaum noch erhoffte geschah: langsam, aber stetig, hob sich der Kopf!!

Welche Freude und Erleichterung!

Und was fanden wir? Nun, keinen ordentlichen Riss der Dichtung, was die sicherste Erklärung für das Wasser im Öl gewesen wäre… Aber doch sehr ausgeprägte Abnutzungsspuren, die Dichtung war um einige Zylinder herum sehr dünn, die Oberflächenstruktur nicht mehr erkennbar. Kann schon gut sein, dass das Wasser durch konnte, meint Armin. Und der zweite Zylinder sieht auch im Vergleich zu den anderen saubergewaschen aus, hat also offensichtlich immer wieder Wasser zu schmecken bekommen. Das erkennt ein alter Hase im Boote-Forum sogar auf dem nachfolgenden Bildern!

Es folgten die üblichen, mühsamen Schritte: Reinigen der Oberflächen mit einem Spachtel und dann einer Rasierklinge, genaue Betrachtung der Flächen und der Zylinder. Armins Urteil: Sieht gut aus. Der Motor dürfte schon einiges an Laufleistung hinter sich haben, da die Zylinderflächen keinerlei Hohnspuren mehr aufwiesen, waren aber völlig glatt, ohne Riefen oder ähnliches. Der Kopf zeigte sich mit dem Planlineal als völlig eben, ein Anschliff sollte nicht nötig sein.

Firma Drinkwaard hat dann auch pünktlich einen neuen Kopfdichtungssatz zugeschickt.

Nun heißt es, alles schön wieder zusammenfügen. Wo standen doch gleich die Anzugsdrehmomente für die Zylinderkopfschrauben? 260Nm!! Mehr als ein halber Meter lässt sich im Motorraum kaum händeln. Also bedeutet das, in verrenkten Körperhaltungen neben dem Motor mehr als 50 kg zur Seite drücken! Armins großer Drehmomentschlüssel lässt sich nicht beschummeln und knackt erst, als mein Kopf deutlich rot gefärbt ist.

So weit, so gut. Wenn alles wieder montiert ist, steht ein Probelauf, weitere Motorspülungen und schließlich die Probefahrt an.

Doch nun liegt der nächste Stein im Weg: Der Corona-Virus bremst uns nun erst mal aus. Ob das alles noch was wird bei jetzt schon bedenktlich sinkender Saale? Sie verliert gerade täglich 5 – 10 cm und ist schon auf 1,5m herunter. Wir brauchen 1,25m!

Rückschlag, aber richtig

Alles im Zeitplan: Unsere Wohnung ist schon ziemlich leer, das Boot weitgehend eingeräumt und wir sind im Kopf und ganz real schon eingezogen. Und in drei Wochen sollte es losgehen.

Letzte Woche noch ordentlich Inspektion gemacht, Keilriemen, diverse Filter und Impeller gewechselt und natürlich das Motoröl.

Und da kam der Schreck. So viel Pech kann man doch gar nicht haben. Der DAF575 gilt doch als unkaputtbar. Und er läuft wie die Nähmaschine, raucht kaum, springt immer sofort an. Und dann das::

Das ganze Motoröl ein einziger grauer Schleim. Alles voller Wasser. Und dann Tag für Tag eine andere Hoffnung auf einfache Ursachen zerschlagen. Nein, der externe Ölkühler ist dicht. Das viele Kondenswasser im Ventildeckel? Nein, denn nach der vierten Motorspülung mit billigem Öl ist klar: Da gibt es eine Verbindung im Motor zwischen Ölkreislauf und Kühlwasserkreislauf. Denn wir haben bei jeder Spülung nach ca. 1 Std. Motor-warmlauf mehr Öl herausgeholt, als wir hineingefüllt hatten. Und auf dem Kühlwasser schwimmt ein dicker Ölfilm.

Na dann: Zylinderkopf runter. „In zwei Stunden habt Ihr den ab“, ermuntert uns unser Bootsservicemensch. Von wegen. Am Freitag haben wir alle Flüssigkeiten wieder abgelassen und Auspuffkrümmer mit Kühlwasserausgleichsbehälter sowie den Ansaugkrümmer ab. Am Samstag dann noch eben die Lichtmaschine und die Dieselfilter, die am Kopf befestigt waren, und die Wasserpumpe. Auf dem Zylinderkopf dann noch die Kipphebelwelle demontiert, um an die 14 Muttern, mit denen der Kopf aufgeschraubt ist, heranzukommen. Englisches Gewinde: 11/16″! Immerhin eine 1″-Schlüsselweite, eine Nuss dafür findet sich schließlich im Werkzeugbestand des Bootsservices. Ja, die Muttern gehen los.

Doch zu früh gefreut: Den Rest des Samstages verbringen wir mit dem vergeblichen Bemühen, den Kopf abzuheben. Nichts bewegt sich. Mit dem Wagenheber Vorspannung, WD40 auf den Stehbolzen, mittels Holzklotz ringsum mit dem 2kg-Fäustel draufdengeln: Der Kopf bleibt fest. Ursache ist wahrscheinlich ein (oder mehrere, aber bei einen sieht man’s auch) Stehbolzen, der in der durch den Zylinderkopf führenden Bohrung festgerostet ist.

Am Ende des Tages sind wir unendlich geschafft und resigniert und sehen unser Vorhaben in Frage gestellt. Wegen einer Schraube. Nach zwei Jahren Arbeit. Zwei Wochen vor dem Start.

Wie es weiter geht, wissen wir zurzeit noch nicht. Die Küche liegt voller demontierter Motorteile. Unser Liegeplatz ist ab 1. April anderweitig vergeben. Das Boot ist manövrierunfähig. Der Bootsservice hat ein volles Auftragsbuch und kann uns zwar wie schon so oft raten und auch mal tatkräftig unterstützen, aber mehr geht nicht. Und irgendwann in ein oder zwei Monaten wird womöglich auch die untere Saale und der Magdeburger Domfelsen wieder unpassierbar werden…

Jammern im Booteforum (https://www.boote-forum.de/showthread.php?p=4909063&posted=1#post4909063) löst eine Welle der Ermunterung, hilfreicher Tipps und Hilfsangebote aus. Das tut immerhin gut. Nächste Woche werden wir weiter mit der Schraube kämpfen… Wenn sie nicht rausgeht, oder wenn sie rausgeht und wir nicht die Zylinderkopfdichtung als alleinige Ursache für das Wasser im Öl bestimmen können, brauchen wir einen neuen Motor oder müssen unseren überholen lassen.

Aber wie bekommt man eine halbe Tonne Motor am Flussufer heraus??? Mal ganz davon abgesehen, dass das sämtliche Zeit- und Geldpläne sprengen würde.

Auf der Zielgeraden

Seit dem 1.1. bin ich, Knut, und seit heute ist Maria nun offiziell „arbeitslos“. Maria hat im Januar und Februar noch ordentlich Gas gegeben bei der Naturstiftung David und ihre Aufgaben abgeschlossen.

Unsere Wohnung leert sich zusehends, Kiste 89 ist gepackt, die meisten Schränke und Schubladen leer. Viel Arbeit, aber noch mit dem Gefühl, im Plan zu liegen. Hoffentlich passen alle einzulagernden Möbel noch in die im Mai zum Lager umgebaute Doppelgarage – die sieht schon ganz schön voll aus…

Die Nasenscheidewand ist noch im Klinikum Kassel gerade operiert worden, zwei neue Zahnkronen sind montiert und und…

Nun aber wieder zum Boot, um das es ja hier geht.

Die Baustellen sind weitgehend abgeschlossen. Letzte Woche haben wir noch die Packungsschnur des motorseitigen Wellenlagers gewechselt – eine echte Herausforderung, weil es auch nach Heraustrennen eines dicken U-Trägers, Ausbau des Auspuffkühlers des Generators und Verlegung einiger Leitungen nur extrem schwer erreichbar war. Arbeit zwischen den Füßen in seitlich gebückter Haltung, mit dem Po in die einzig mögliche Nische gedrängt. Eine „Meisterleistung“ des Bootskonstrukteurs, den wir doch ansonsten als recht tüchtig einschätzen.

Zum Glück ist Maria ja klein und gelenkig – ich, Knut, hätte die zwei Stunden nicht durchgehalten, die es gebraucht hat, die äußerste, ziemlich verhärtete alte Packungsschnur herauszupopeln. Eine wirkliche Meisterleistung!

Danke auch wieder mal an Armin vom Bootsservice Wettin, der uns bei der Arbeit angeleitet hat und uns phasenweise zur Seite stand.

Nun sind zwei neue eingelegt, vorschriftsmäßig schräg geschnitten und mit versetzten Stößen, die Brille auf einen guten Anpressdruck gespannt, und beim Probelauf hat die automatische Fettschmierung genau getan, was sie sollte. Nun heißt es, nach einer und weiteren zwei Fahrstunden noch mal die Brille nachziehen, damit das Fett sich wieder schön gleichmäßig nach hinten und vorne verteilt.

Der Generator ist wieder zusammen gebaut, alle Gummischläuche sind erneuert, und wir haben zum ersten Mal wieder mit dem Ceranfeldherd kochen können.

Die letzte Baustelle ist schon zur Hälfte fertig: Die Verlegung von Vinylfußboden.

Und die Regale und Fächer füllen sich nach und nach mit unseren persönlichen Sachen.

Bei unseren nächsten beiden Besuchen vor dem endgültigen Einzug und Ablegen gibt’s nun noch das, was man bei Autos „große Inspektion“ nennt, also Ölwechsel, an der Hauptmaschine auch in der Einspritzpumpe, neue Keilriemen, neue Öl- und Dieselfilter und neue Impeller, und das alles für die Hauptmaschine und den Generator (nur dessen Einspritzpumpe wird vom Motoröl mit geschmiert).

Dann sollten wir für eine Weile gut gerüstet sein und hoffen, von „kleinen Inspektionen“ wie Ölwechsel, Keilriemen Nachspannen oder dem Nachfetten beweglicher Teile abgesehen, gut durch unsere Bootszeit zu kommen. Aber wir wären wahrscheinlich die ersten, die längere Zeit auf ihrem Boot leben und reisen, auf die keine Überraschungen gewartet hätten…

Neue Baustellen im Herbst!

Nicht losgelassen hat uns die Frage der Antriebswellenfettung. Denn das Nachziehen der Brille geht ja nur einige Male – dadurch gleicht man den Verschleiß der Dichtungspackungen aus, aber irgendwann müssen dann halt auch neue Packungen rein.

Ein bisschen Rechnen ergibt: Mit den noch verfügbaren Gewindegängen würden wir, wenn wir ca. alle 100 Stunden eine viertel Umdrehung nachspannen, nicht über unsere Reisezeit hinwegkommen. Somit müssen wir noch das Lager öffnen, alte Packungsschnur herausholen und neue Lagen einsetzen.

Denn das unterwegs wollen wir möglichst nicht bearbeiten müssen: Zu unzugänglich ist das Lager, denn der Generator ist quasi komplett darübergebaut. Und es ist ein massiver 10kW-Generator auf eineschweißtem U-Träger-Rahmen…

Also erwartet uns eine echte Herausforderung. Tief unten in der für den Generator abgeteilten Teil des Maschinenraums reichlich Anbauteile des Generators demontieren, bis hin zum Auspuffkühler, und dann, unten zwischen den Füßen, gebückt im engen Schaft, so eng, dass man nicht gleichzeitig hantieren und hinschauen kann, unter dem Generator, einen 10mm dicken 50x100mm großen U-Träger beidseitig durchtrennen. Hab‘ ich mich gequält – und meinen Rücken erst… Oben im Bild liegt das gute Teil. Hurra!

Wie immer, kam dabei gleich die nächste Baustelle in Sicht: Als wir nämlich zwecks Abbau der Leitungen zum Entleeren des Seewasserkreislaufes den Filterdeckel öffneten, kam uns Wasser entgegen. Nanu, wieso ist da denn Druck drauf? Die Überraschung: Der Filter ist UNTERhalb des Wasserspiegels montiert! Befestigt auf dem Stehrohr vom Borddurchlass mit einem recht morschen Gummischlauch, und aus Plastik konstruiert, der Deckel transparent und eher spröde. Das durfte so nicht bleiben!

Ihn höher zu bauen, war ein überschaubarer Aufwand – neue, längere Schläuche und eine Stahlplatte mit geeigneten Bohrungen, um ihn weiter oben zu befestigen.

Wäre der Schlauch rissig oder der Plastikdeckel undicht geworden – das Boot wäre erst gemächlich, dann immer schneller untergegangen! Auch hier: Glück gehabt, es vorher zu entdecken.

Doch es sollte noch schlimmer kommen: Bei unserem nächsten Herbstbesuch fällt Maria, die so langsam zur sachverständigen Beinahekatastrophenentdeckerin wird, auf, dass in der Bilge schon wieder Wasser steht, und auch, wo es herkommt: Aus dem Flansch, mit dem der Auspuff an den Motor (an den Auslass des Auspuffkühlers) angeflanscht ist. Naja, eine undichte Dichtung ist ja an sich kein Problem. Aaaaber:

Wie, bitte, kommt da Wasser hin? Wir sind noch im trockenen Teil des Auspuffs – vor dem nach oben gerichteten Rohrbogen, der den Teil vom nassen Teil, in den der Seewasserkreislauf eingespült wird, trennt! Und wenn da Wasser ist – ist es dann nicht auch am Motor, bzw. über die Auslassventile dann im Motor? Und wieso funktioniert der Motor dann noch und hat nicht längst einen Wasserschlag erlitten??

Wie das Wasser da hin kommt, ist bald begriffen: Auch der Seewasserfilter der Hauptmaschine ist UNTER der Wasserlinie, und auch der schon erwähnte Rohrbogen ist keineswegs hoch genug – erst wo der Auspuff dann nach Außenbords geleitet wird, ist das System erstmalig über der Wasserlinie. Siehe die nachfolgende Skizze:

(Am Bordeinlass ist unten natürlich noch ein Absperrhahn, der fehlt auf der Skizze).

Nun muss man nicht sehr lange überlegen, was passiert. Das Wasser füllt nach und nach das gesamte Auspuffsystem. Auch rückwärts in Richtung Motorblock, wenn der nicht an ist. Also auch in den Motor hinein. Und bei jeglicher Undichtigkeit, wo auch immer im System, auch einfach so in das Boot, welches wiederum erst gemächlich, dann immer schneller sinken wird.

Wieder mal haben wir ordentlich Glück gehabt, dass aufgrund der langsam tröpfelnden Dichtung (Bild) rechtzeitig bemerkt zu haben. Vor dem Sinken. Und der Motor hat es auch irgendwie überlebt, wie auch immer…

Also galt es nun, den Auspuffrohrbogen um 14cm nach oben zu verlängern. Dabei muss er noch um 20° zur Seite gekippt werden, sonst wird der Einstieg in den Motorraum unpassierbar.

Hier ist er zu Hause im Schuppen, eingesetzt in eine 3D-Schablone – denn nach dem Umschweißen müssen alle drei Anschlüsse ja wieder in der gleichen Position auskommen. Rechts im Bild ist im Boot oben. Das Einspülrohr für’s Seewasser ist leider in den Bogen eingesetzt – darf aber nicht mit dem Bogen weiter nach oben wandern. Also Trennen, Verlängerungen zwischenschweißen, das Einspülrohr abtrennen und an das Verlängerungsstück ansetzen und das alte Loch zuschweißen. Eine neue Dichtung zuschneiden und das ganze wieder einbauen – beim nächsten Bootsbesuch.

Und noch einmal hieß es auch: Seewasserfilter hochlegen. Diesmal etwas schwieriger wegen diverser Leitungen und weil es auch noch einer seitlichen Verschiebung bedurfte. (Rechts hinten zu sehen)

Natürlich haben wir auch noch viele andere Dinge erledigt im Herbst. Z.B. ein gut funktionierendes WiFi-Bordnetz mit Empfang von Hafen-WLans zu installieren, dazu auch eine Kamera für den Blick nach hinten, welcher vom Innensteuerstand doch ganz schön eingeschränkt ist. Bei dem Aufbau des Systems sind wir sehr dankbar für die Anregungen von Julian Buss auf seinem Blog https://booteblog.net! So ist das Netz aufgebaut:

Bei aller Arbeit brachte der Herbst auch wieder viele schöne Momente – die ordentlich Vorfreude machen auf den schon greifbaren Aufbruch…