Auf zur letzten Runde

Nach einem Familienfeierbesuch mit dem Auto sind wir seit gestern wieder unterwegs und haben Mölln verlassen. Vom Elbe-Lübeck-Kanal berichte ich nicht, das hatten wir ja schon im vorigen Sommer, er ist genau so schön und entspannt zu fahren wie damals – na, wohl eher entspannter mit der Routine, die wir inzwischen in Sachen kleinerer Kanäle haben.

Lustig war, dass wir gestern gleich an der ersten Schleuse mit einem Berufsschiff zusammen schleusen mussten – die Kammern sind 80m lang, das Schiff 70m, wir 13m. Nanu? Der Trick ist, dass die Kammer nach dem Einfahrttor viel breiter wird, da passen dann zwei nebeneinander. Blöd nur, dass die Berufsschiffe immer zuerst einfahren, aber nicht in die Verbreiterung passen. So müssen denn die Sportboote sich hinter dem Heck des Schiffs zur Seite hin durchquetschen.

Nach der Schleuse dann mit 6,9km/h, schneller konnte der „Hecht“ nicht, bis zu nächsten. Dort war gerade ein Gegenverkehrs-Berufsschiff unten eingefahren, so dass es erst mal warten hieß. Nun kam auch noch ein schnelleres Berufsschiff von hinten, wir also zwischen dem Hecht und der Atlantis, bei mittlerweile Böen bis zu 8 Windstärken ohne Festmachmöglichkeit. Der Hecht hat uns dann per Funk bestätigt, dass wir vor ihm noch an die Seite an den Sportbootwartesteg gelangen, damit hatten wir dann schon mal keinen Stress mehr, unsere Position zu halten. Wir haben dann beschlossen, den weiter zunehmenden Wind mit einsetzendem Nieselregen einfach hier abzuwarten und sind zur Nacht liegen geblieben.

Verrückt war das ganze schon, wenn man weiß, dass durch den Elbe-Lübek-Kanal im ganzen Jahr nur gut 1000 Berufsschiffe, also nicht mal 3 am Tag, durchfahren. Die mussten sich natürlich alle genau bei uns treffen! Und natürlich kam dann auch den ganzen Rest des Tages kein einziges Schiff mehr.

Heute ging es dann weiter bis Bad Schwartau, wo wir im Hafen des „Stettiner Yacht Clubs“ den einzigen freien Platz bekommen haben. Glück gehabt, wieder mal! Den Hafen kennen wir auch schon au dem letzten Sommer, freundlich und für diese Region außerordentlich preisgünstig. Wir durften noch mal das Anlegen zwischen Dalben üben – das ist echt schwierig und gibt es so eigentlich nur an der Ostsee, da aber fast überall. Komisch.

Wenn die Wettervorhersagen stimmen, wird uns morgen nichts davon abhalten, nach Travemünde weiterzufahren und von dort weiter nach Wismar.

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