Geschafft

…und Ende des Rheinspaßes. Nun heißt es wieder, sich an die Kanalfahrt zu gewöhnen, mit halb geklapptem Mast unter niedrigen Brücken hindurch, wenige Meter Abstand zum Gegenverkehr, Warten auf sich öffnende Schleusentore. Hoffentlich wird uns das nicht noch langweilig.

Denn ja, der Rhein hat auch in den weiteren Etappen meist Spaß gemacht. Aufregend wurde es noch mal in Düsseldorf, wo in der engen Schleife gleich 8 Schiffe, zwei davon überholend, im Linksverkehr entgegen kamen. Aber auch das war leicht und früh erkennbar, jedenfalls auf dem Bildschirm.

Die Schiffe wurden immer größer, die Wellen, mehr vom Wind gegen Strom als von den Schiffen immer kabbeliger, fast kam schon Küstenfeeling auf… Gelegentlich spritzt sogar Gischt gegen unsere Windschutzscheiben!

Die letzte Rheinnacht verbrachten wir im „Paradieshafen“ gegenüber von Düsseldorf, freundlich aufgenommen vom Hafenmeister bzw. einem Dauerlieger in seinem Auftrag.

Dann hieß es, Abschied nehmen vom „Vater Rhein“ und im spitzen Winkel einbiegen in die Ruhrmündung. Auf einen Schlag eine ganz andere Welt, ruhiges Wasser, Kaimauern, gleich die erste Schleuse, und schon sind wir mittem im Ruhrgebiet, von dem man allerdings nicht viel wahrnimmt zwischen den grünen Ufern. Noch eine zweite Schleuse, und nun liegen wir in Oberhausen am Kanalufer, gleich am Fuß des leider geschlossenen Gasometers.

An einer Stelle, die laut Schild für Fahrgastschiffe „bis 40m“ vorgesehen ist, aber von Sportbooten belegt werden darf unter Berücksichtigung der Fahrten der Fahrgastschiffahrt. Es gibt aber keinen Fahrplan, keinen Hinweis, welche Reederei hier fährt. Da fällt einem doch gleich wieder diese tolle Lösung in Luxemburg ein, wo an einem eben solchen Anleger eine Liste der Fahrgastschiffstermine aushing und an dem von uns genutzten in Wasserbillig sogar über eine Laufschriftanzeige der jeweils nächste Anlegetermin angezeigt wurde. 10min vor der Ankunft wechselte das „P“-Schild zum „P-Verbot“-schild und 10min
nach der Wegfahrt wieder zurück. Digitalisierung kann so einfach sein. Aber eben nicht in Deutschland. Wo am Rhein sogar noch jede Reederei ihre eigenen wackeligen Pontons ins Wasser schmeißt und „privat“ dranschreibt und die Mitfahrwilligen von einer Landebrücke zur nächsten hasten müssen, um Preise, Fahrpläne und schließlich ihr Schiff zu finden.

Ein netter Nachbar hat sich auch schon eingefunden, bleibt aber nur zwei Stunden zum Grillen:

Heute Abend werde wir uns mit französischem Cidre selbst feiern, weil wir den Rhein so souverän gemeistert haben…

Weiter geht es auf den Dortmund-Ems-Kanal, bei Ibbenbühren wird sich ein Kreis schließen, denn da waren wir schon auf der Hinfahrt im letzten Frühjahr.

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