Auf der Zielgeraden

Seit dem 1.1. bin ich, Knut, und seit heute ist Maria nun offiziell „arbeitslos“. Maria hat im Januar und Februar noch ordentlich Gas gegeben bei der Naturstiftung David und ihre Aufgaben abgeschlossen.

Unsere Wohnung leert sich zusehends, Kiste 89 ist gepackt, die meisten Schränke und Schubladen leer. Viel Arbeit, aber noch mit dem Gefühl, im Plan zu liegen. Hoffentlich passen alle einzulagernden Möbel noch in die im Mai zum Lager umgebaute Doppelgarage – die sieht schon ganz schön voll aus…

Die Nasenscheidewand ist noch im Klinikum Kassel gerade operiert worden, zwei neue Zahnkronen sind montiert und und…

Nun aber wieder zum Boot, um das es ja hier geht.

Die Baustellen sind weitgehend abgeschlossen. Letzte Woche haben wir noch die Packungsschnur des motorseitigen Wellenlagers gewechselt – eine echte Herausforderung, weil es auch nach Heraustrennen eines dicken U-Trägers, Ausbau des Auspuffkühlers des Generators und Verlegung einiger Leitungen nur extrem schwer erreichbar war. Arbeit zwischen den Füßen in seitlich gebückter Haltung, mit dem Po in die einzig mögliche Nische gedrängt. Eine „Meisterleistung“ des Bootskonstrukteurs, den wir doch ansonsten als recht tüchtig einschätzen.

Zum Glück ist Maria ja klein und gelenkig – ich, Knut, hätte die zwei Stunden nicht durchgehalten, die es gebraucht hat, die äußerste, ziemlich verhärtete alte Packungsschnur herauszupopeln. Eine wirkliche Meisterleistung!

Danke auch wieder mal an Armin vom Bootsservice Wettin, der uns bei der Arbeit angeleitet hat und uns phasenweise zur Seite stand.

Nun sind zwei neue eingelegt, vorschriftsmäßig schräg geschnitten und mit versetzten Stößen, die Brille auf einen guten Anpressdruck gespannt, und beim Probelauf hat die automatische Fettschmierung genau getan, was sie sollte. Nun heißt es, nach einer und weiteren zwei Fahrstunden noch mal die Brille nachziehen, damit das Fett sich wieder schön gleichmäßig nach hinten und vorne verteilt.

Der Generator ist wieder zusammen gebaut, alle Gummischläuche sind erneuert, und wir haben zum ersten Mal wieder mit dem Ceranfeldherd kochen können.

Die letzte Baustelle ist schon zur Hälfte fertig: Die Verlegung von Vinylfußboden.

Und die Regale und Fächer füllen sich nach und nach mit unseren persönlichen Sachen.

Bei unseren nächsten beiden Besuchen vor dem endgültigen Einzug und Ablegen gibt’s nun noch das, was man bei Autos „große Inspektion“ nennt, also Ölwechsel, an der Hauptmaschine auch in der Einspritzpumpe, neue Keilriemen, neue Öl- und Dieselfilter und neue Impeller, und das alles für die Hauptmaschine und den Generator (nur dessen Einspritzpumpe wird vom Motoröl mit geschmiert).

Dann sollten wir für eine Weile gut gerüstet sein und hoffen, von „kleinen Inspektionen“ wie Ölwechsel, Keilriemen Nachspannen oder dem Nachfetten beweglicher Teile abgesehen, gut durch unsere Bootszeit zu kommen. Aber wir wären wahrscheinlich die ersten, die längere Zeit auf ihrem Boot leben und reisen, auf die keine Überraschungen gewartet hätten…

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