Gefunden

Im März dann ein weiterer Besuch in Holland, dabei auch noch mal bei Schepenkring Friesland vorbeigeschaut. Und da lag sie: die „Condor“. So frisch hereingekommen, dass sie noch nicht veröffentlicht war. Ich, Knut, war auf dieser Tour alleine – kam hinein, und hatte das Gefühl auf das man beim Schiffeschauen wartet: Das passt!

Super gepflegt, kein Rost zu finden, hell und freundlich eingerichtet. Gebaut im Jahr 1992 auf einer Berufsschiffswerft von einem dort angestellten Schiffbauer in Berufsschiffqualität – er hat’s ja für sich selbst gebaut.

Das meiste von unserer Wunschliste erfüllte es, und das, was es nicht erfüllte, waren die Dinge, die sich relativ gut selbst nachrüsten lassen. Bis auf den Wunsch nach zwei Maschinen natürlich, aber so ein DAF 575 gilt ja als nahezu unkaputtbar, damit würden wir uns schon auch auf befahrene Wasserstraßen trauen.

Aus unserer Wunschliste fehlte ansonsten eigentlich nur die Heizung und ein DSC-Funkgerät – und merkwürdigerweise auch jeglicher Kompass!

Dafür gab es aber jede Menge übererfüllte Kriterien, z.B. einen Wassertank und einen Fäkalientank mit 1000 l Inhalt! Und an Diesel können wir nun 1750l bunkern! Die Bugschraube wird hydraulisch angetrieben, ebenso wie das Ruder, vom Außensteuerstand mit einem Joystick. Berufsschiffig halt!

Strom wird mit einem 10kW-Dieselaggregat erzeugt, da sind die Bordbatterien zügig nachgeladen. Gebraucht wurde es für elektrische Heizgeräte, Heißwasserboiler, den Ceranfeld-Herd und den Backofen.

Das geräumige Schlafzimmer besitzt ein Doppelbett – zum ersten Mal in meinem und unserem Leben ist so viel Platz um das Bett, dass man es von beiden Seiten aufsuchen kann! Mit am Schlafzimmer ist eine Toilette und eine Duschkabine.

Das alles hat zunächst mich, dann nach eifrigem Bilderzeigen auch Maria, begeistert und wir haben nicht mehr lange gefackelt und einen Kaufvertrag unterzeichnet, vorbehaltlich einer Probefahrt und einer Auswasserung: Wenn da noch ein vorher nicht erkennbarer Mangel aufgetreten wäre, hätten wir noch zurückgekonnt. Zwei Wochen und eine Hollandfahrt später wussten wir dann, dass alles in Ordnung ist, und der Handel galt.

Für die Verkäufer war’s der Abschied von einem Lebensabschnitt… Sie hatten alles sehr gut dokumentiert, so dass es nicht zu schwierig werden sollte, das eine oder andere nach unseren Vorstellungen umzuändern.